Häufige Fragen zu Asbest und Gebäudeschadstoffen
Welche Gebäude können Asbest enthalten?
Asbest wurde in Deutschland über Jahrzehnte in zahlreichen Bauprodukten eingesetzt.
Besonders bei älteren Gebäuden können deshalb noch asbesthaltige Baustoffe vorhanden sein.
Auch spätere Umbauten und Sanierungen müssen berücksichtigt werden. Das Baujahr des Gebäudes allein sagt deshalb nicht immer aus, aus welchem Zeitraum ein bestimmtes Material stammt.
Woran erkenne ich Asbest?
In vielen Fällen lässt sich Asbest mit bloßem Auge nicht zuverlässig erkennen.
Auch Putze, Spachtelmassen oder Fliesenkleber können Asbest enthalten, ohne dass dies äußerlich erkennbar ist.
Eine sichere Aussage ist in solchen Fällen erst nach einer geeigneten Laboranalyse möglich.
Wo kann Asbest im Haus vorkommen?
Asbest kann unter anderem vorkommen in:
- Fliesenklebern
- Putzen und Spachtelmassen
- alten Bodenbelägen
- Floor-Flex-Platten
- Klebern unter Bodenbelägen
- Faserzementplatten
- Dach- und Fassadenplatten
- Rohrisolierungen
- Dichtungen
- Fensterbänken
- Brandschutzprodukten
Die tatsächlichen Fundstellen hängen vom Gebäudealter sowie der Bau- und Sanierungsgeschichte ab.
Kann Asbest in Fliesenkleber enthalten sein?
Ja.
Asbest wurde auch verschiedenen Klebern, Spachtelmassen und Putzen zugesetzt. Ob ein vorhandener Fliesenkleber Asbest enthält, lässt sich anhand seines Aussehens normalerweise nicht zuverlässig feststellen.
Vor dem Abschlagen alter Fliesen oder dem Schleifen beziehungsweise Entfernen des darunterliegenden Klebers kann deshalb eine Untersuchung sinnvoll sein.
Muss vor einer Sanierung immer eine Asbestprüfung durchgeführt werden?
Nicht jede Baumaßnahme erfordert automatisch eine umfassende Untersuchung des gesamten Gebäudes.
Entscheidend sind unter anderem das Baualter, vorhandene Informationen, die betroffenen Materialien und die geplanten Arbeiten.
Bei Eingriffen in ältere und hinsichtlich ihrer Zusammensetzung unbekannte Baustoffe kann eine gezielte Schadstofferkundung erforderlich oder sinnvoll sein.
Wie läuft eine Asbestuntersuchung ab?
Zunächst werden das Gebäude beziehungsweise die betroffenen Bereiche und die geplanten Arbeiten betrachtet.
Anschließend wird festgelegt, welche Materialien untersucht werden sollten.
Die erforderlichen Materialproben werden fachgerecht entnommen, dokumentiert und durch ein spezialisiertes Fachlabor analysiert.
Nach Vorliegen der Laborergebnisse erhalten Sie eine entsprechende Dokumentation und – je nach beauftragtem Leistungsumfang – eine fachliche Bewertung.
Wie viele Proben werden benötigt?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten.
Die erforderliche Anzahl hängt unter anderem von der Größe des Gebäudes, den vorhandenen Materialien, unterschiedlichen Bauabschnitten und der geplanten Baumaßnahme ab.
Unser Ziel ist eine fachlich sinnvolle Probenstrategie:
So viele Proben wie erforderlich, aber nicht mehr als notwendig.
Was kostet eine Asbestuntersuchung?
Die Kosten richten sich nach Anzahl und Art der zu untersuchenden Materialien, dem erforderlichen Untersuchungsumfang und der Aufgabenstellung.
Nach einer kurzen Beschreibung des Vorhabens und möglichst einigen Fotos erhalten Sie ein individuelles Angebot.
Kann ich selbst eine Probe entnehmen?
Grundsätzlich sollte die Probenahme fachgerecht und gezielt erfolgen.
Bei einer Untersuchung vor Ort können die vorhandenen Baustoffe beurteilt und geeignete Probenstellen ausgewählt werden. Dadurch lässt sich vermeiden, dass ungeeignete oder nicht aussagekräftige Materialien untersucht werden.
Wie schnell liegen die Laborergebnisse vor?
Die Bearbeitungszeit hängt vom Untersuchungsverfahren und von der aktuellen Auslastung des Fachlabors ab.
Bei der Auftragserteilung kann die voraussichtliche Bearbeitungszeit abgestimmt werden.
Was passiert, wenn Asbest gefunden wird?
Ein positiver Asbestbefund bedeutet nicht automatisch, dass das gesamte Gebäude saniert werden muss.
Entscheidend sind unter anderem:
- Art des asbesthaltigen Materials
- Zustand des Materials
- Lage und Nutzung des Bereichs
- geplante Arbeiten
- mögliche Faserfreisetzung
Auf Grundlage dieser Informationen kann das weitere Vorgehen festgelegt werden.
Untersuchen Sie auch künstliche Mineralfasern?
Ja.
Neben Asbest untersuchen wir auch verdächtige ältere Mineralfaserprodukte beziehungsweise lassen entsprechende Materialproben fachgerecht im Labor analysieren.
Dies betrifft beispielsweise alte Glas- und Steinwolle in Dachkonstruktionen, Decken, Trockenbaukonstruktionen, Installationsbereichen und technischen Isolierungen.
Untersuchen Sie auch andere Gebäudeschadstoffe?
Ja.
Neben Asbest und KMF können je nach Aufgabenstellung unter anderem Untersuchungen auf folgende Gebäudeschadstoffe erfolgen:
PAK · PCB · PCP
Arbeiten Sie nur in Bochum?
Nein.
Unser Standort befindet sich in Bochum. Wir sind im gesamten Ruhrgebiet und darüber hinaus in Nordrhein-Westfalen tätig.
Hierzu gehören beispielsweise Bochum, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Witten, Hattingen, Recklinghausen, Duisburg und Oberhausen.
Auch größere Projekte außerhalb dieser Region sind nach Absprache möglich.
Wie erhalte ich ein Angebot?
Senden Sie uns eine kurze Beschreibung Ihres Vorhabens.
Hilfreich sind insbesondere:
- Ort des Objekts
- ungefähres Baujahr
- Art der geplanten Arbeiten
- betroffene Räume oder Gebäudeteile
- Fotos der vorhandenen Materialien
- vorhandene Grundrisse oder Pläne
Anhand dieser Informationen können wir den voraussichtlichen Untersuchungsumfang einschätzen und Ihnen ein individuelles Angebot erstellen.